F-Gase Verordnung (EG) 842/2006

 

Seit dem 04. Juli 2007 gilt die F-Gase Verordnung.


Was wird mit der F-Gase Verordnung geregelt:

  • Die Verwendung von F-Gasen als Kältemittel in stationären Kälte- und Klimaanwendungen
  • Das Verbot des Inverkehrbringens von F-Gasen

•  als Feuerlöschmittel in Brandschutzsystemen und Feuerlöschern
•  als Füllgas in Fenstern
•  als Dämpfungsmittel in Schuhen und Reifen
•  als Treibmittel bei Dämm- und Schaumstoffen
•  als Treibgas bei Aerosolen

 

Wer wird für die Verwendung von F-Gasen in stationären Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen verantwortlich gemacht?

  • die Betreiber
  • die Hersteller
  • die Fachfirmen


Welche Anforderungen gibt es für stationäre Kälte- und Klimaanwendungen?

  • Gebrauch, Dichtheitsanforderungen, Rückgewinnung, Zerstörung der F-Gase

•  wendet sich an Betreiber

  • Ausbildung und Zertifizierung des involvierten Personals

•  wendet sich an Fachfirma und Betreiber

  • Kennzeichnung von Produkten, Anlagen und Geräten die F-Gase beinhalten

•  wendet sich an Hersteller/Fachfirma



Ab dem 4. Juli 2009 gilt für Lieferung von Kältemitteln:


Artikel 5 Absatz 4 sinngemäß:
Ab dem 4. Juli 2009 erfolgt die Lieferung von Kältemitteln nur an Firmen, wenn ihr Personal die entsprechende Zertifizierung erhalten hat. Da es in Europa unterschiedliche Ausbildungsstände gibt, arbeitet der BIV und der VDKF über die europäische Verbändevereinigung AREA, daran die Ausbildung zum  Kälteanlagenbauer als Zertifizierung anzuerkennen.
(AREA = Air conditioning and Refrigeration European Association mit 21 Verbänden aus 19 europäischen Ländern)

Mit dem Artikel 3 werden die Betreiber in die Pflicht genommen:
Die Betreiber ortsfester Anwendungen in Form von Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen, einschließlich deren Kreisläufen sowie Brandschutzsystemen, die im  Anhang 1 aufgeführten fluorierte Treibhausgase enthalten, müssen unter Einsatz aller technisch durchführbaren Maßnahmen
a) das Entweichen der Gase aus Lecks verhindern und
b) alle entdeckten Lecks, aus denen fluorierte Treibhausgase entweichen, so rasch wie möglich reparieren.

Die Betreiber sorgen dafür, dass diese von zertifiziertem Personal, nach folgenden Vorgaben auf Dichtigkeit kontrolliert werden:
a) Anwendungen mit 3 kg fluorierten Treibhausgasen oder mehr werden mindestens einmal alle zwölf Monate auf Dichtigkeit kontrolliert. Dies gilt nicht für Einrichtungen mit hermetisch geschlossenen Systemen, die als solche gekennzeichnet sind und weniger als 6 kg fluorierte Treibhausgase enthalten.
b) Anwendungen mit 30 kg fluorierten Treibhausgasen oder mehr werden mindestens einmal alle sechs Monate auf Dichtigkeit kontrolliert.
c) Anwendungen mit 300 kg fluorierten Treibhausgasen oder mehr werden mindestens einmal alle drei Monate auf Dichtigkeit kontrolliert.

Wie sieht eine Dichtheitskontrolle aus?
Im Sinne dieses Absatzes bedeutet „auf Dichtheit kontrolliert“, dass die Einrichtung oder das System unter Verwendung direkter oder indirekter Messmethoden auf Lecks hin untersucht wird, wobei in erster Linie die Teile der Einrichtung oder des Systems, an denen am ehesten Lecks auftreten können, zu prüfen sind.

  • Direkte Methode

A. Alle Lötstellen und Verschraubungen des Systems auf Undichtigkeit überprüfen

oder

B. Kältemittel absaugen, abwiegen und dies mit der Füllmenge von der Inbetriebnahme vergleichen

Alle Lötstellen und Verschraubungen des Systems auf Dichtigkeit überprüfen.

  • Viele Verbindungen?
  • Lange Rohrleitungen?
  • Sind alle Verbindungen zugänglich?
  • Isolierungen entfernen?


Kältemittel absaugen, abwiegen und mit der Füllmenge der Inbetriebnahme vergleichen

  • Betriebssicher?
  • Kältemittelverlust durch Manometer?
  • Zeitaufwand hierfür?
  • Aufbau von Pumpe, Waage und Flaschen?

 

Selbstverständlich übernehmen unsere versierten Mitarbeiter gerne die Kontrolle Ihrer Kälteanlagen, ob jährlich, halb- oder vierteljährlich. Unsere jahrelange Erfahrung garantiert unseren Kunden ein perfektes Ergebnis.

 

EU Verordnung (EG) 842/2006
Download (PDF ca. 116KB)